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 Rijeka / Transport



In München bin ich mit Medo`s Box (die nach Krotien zurück musste) in den Transporter zu Caroline Lager eingestiegen. Es war der 04.07.08 - Nachts um 0:30h.

Die Frauen waren schon müde durch die viele Arbeit was sie schon hinter sich hatten. Transporter waren gemitet und die Sitze mussten ausgebaut werden. Alles was man schon vorher besorgt hatte musste geladen werden und so kamen sie erst nach Mitternacht in München an. Doch die Fahrt ging weiter und gegen frühen Morgen haben wir den kroatischen Grenzübergang Škofje erreicht. Wir hatten Glück, ohne Kontrollen durften wir durchfahren und fuhren nun Richtung Rijeka um weiter nach Kraljevica zu fahren wo uns Đina von dem "Felix-Krk" e.V. erwartete.


Das Wiedersehen war herzlich und ich konnte nicht wiederstehen "das Getränk meine Jugend" Cockta zu trinken. Es erfrischte doch der bittere Geschmack der sich seit Wochen angesammelt hat verging nicht. Ich dachte an die Tiere die uns erwarten. Freude und Angst, Lachen und Tränen alles kämpfte in mir, ich hätte de Fahrt sehr gerne mit Kroaten gemacht, ich hätte so gerne von den Tieren und meine Erfahrungen mit Tieren gesprochen, gerade mit diesen Menschen die kein Herz gezeigt haben, deren Ignoranz und Intolleranz dazu geführt haben. Meine arme Heimat!  „Wenn Du den Finger ins Meer tauchst, bist Du mit der ganzen Welt verbunden“ ("Kad staviš prst u more, povezan si s cijelim svijetom"). Das ist eine ganz alte kroatische Volksweissheit, doch man hat vergessen den Finger in das Meer zu stecken,man hat die Hand angelegt... an die ärmsten der Armen, an die hilflose Tiere!

Bald nahmen wir wieder Abschied und fuhren die kurvenreiche Adria- Magistrale richtung Benkovac und Zadar. Beide Städte liegen etwa 50 km nebeneinander mit dem Unterschied das Benkovac nicht am Meer liegt. 

Am späten Nachmittag waren wir dann endlich in Benkovac wo ich mir noch eine Cockta genehmigte *grins*

Hier wartete schon Dinko auf uns. Er machte auf mich einen ziemlich erschöpften Eindruck, Verzweiflung über die Situation der Tiere und auch seine eigene machte ihm schwer zu schaffen. Das war sichtlich und machte mich bevor ich die Tierunterkunft gesehen habe recht traurig.

Nun fuhren wir gemeinsam zu den Tieren! Es war wenig gemeinsamheit unter uns und es schien daran zu scheitern, ich versuchte mich zu distanzieren, genügend Kontakte hatte ich den Frauen ermöglicht auf die sie zugreifen konnten. Sei es "Felix-Krk" oder einzelne Personen des kroatischen Tierschutz.

...ich hatte teilweise das Gefühl meine Trauer lähmt mich, ich sah die eine der Frauen weinen neben einen Welpen, Dinko half, gab ihm Wasser , stellte es in den Schatten, mich verfolgten die Augen...ich dachte nur daran das wir sie nicht alle mitnehmen können, es tat weh, unendlich weh...ich hatte oft in meinem Leben das Gefühl der Ohnmacht, doch hier war das Gefühl so stark präsent ... es bohrte sich in meine Seele wie ein Dolch, wie die Augen der Tiere die in meinem Herzen tiefe Löcher bohrten.

Am nächsten Morgen lag er  tot da...

Du kannst nicht mehr bellen.
Als ich dich das letzte Mal sah,
wirktest du fast glücklich.
Hast gehofft wir nehmen dich mit.
Für dich war kein Platz
und ich sah in deine Augen. 
Mein stumme Versprechen:
nächstes mal, ja nächstes mal
kommst du auch mit! Ich kann
mein Versprechen nicht
mehr einlösen.Dich gibt es nicht mehr. An dem Tag als ich schon wieder unterwegs nach Deutschland war
bist du gestorben.Ausgeblutet an den Wunden die man dir zugefügt hat.Ich werde dich nie vergessen kleine Wauki.

Es bleibt nur zu hoffen, dass ein Umdenken stattfindet. Für die Tiere.
Selber etwas tun....das ist die einzigste Lösung. Hier erübrigt sich jeder Kommentar!

Mir war klar: Ohne richtige Pflege und ohne Flüssigkeitszufuhr würde er nicht überleben. Bei der Arbeitszeit schon gar nicht!  Da wir ihm nicht mitnehmen konnten wegen der Papiere die er noch nicht hatte nahm ich mir vor mit Branko zu reden.




Obwohl es schon recht spät
war als wir Benkovac verliessen
nahmen wir uns vor doch Heute
noch auch Tierunterkunft in
Zadar zu besuchen.



Als wir in Zadar ankammen
war es schon dunkel.
Die
Sterne leuchteten gelb
vom Himmel herab und der Mond war da.
Ich sah ins Dunkle und konnte gut die Hunde erkennen.
Wir hätten so gerne auch hier viele mitgenommen.
Doch wir hatten den Eindruck das Benkovac eher Hilfe braucht. Die Tiere dort hatten Priorität! Hier gab`s wenigstens Schatten und Wasser und es war immer jemand da, während in Benkovac weniger Platz war, viel mehr Tiere in einen Zwinger und die Arbeitszeiten waren mehr wie bedenklich! So entschieden wir uns für 2 Welpen und einen erwachsenen jungen Hund Keno. Am näcsten Tag nach dem wir in Benkovac die Tiere holten und es waren 16 Tiere wollten wir noch einmal nach Zadar um auch die drei zu holen.
 
 Am nächsten Tag in Benkovac haben wir Bilder gemacht. ... mit Medo`s Mieze, Hässchen... und ich dachte an Rex. Ich war müde und erschöpft und mein Kopf tat unendlich weh, ich dachte auch an viele der anderen Tiere, die nicht mehr unter dem Himmel waren, ich hoffe die haben ihren Platz gefunden unter der
Regenbogenbrücke.




 
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