
Es war schon fast Nacht als wir Benkovac verliessen, unsere Gedanken waren immer wieder die Tiere, die die noch da waren und auch die unter der Regenbogenbrücke... die kleine Hündin die mit Katzen ihre Tage verbrachte wenn Medo in Zwinger war... oder Rex der sie nicht mehr durch die Gegend in Karren fahren konnte...die kleine die gefressen worden ist und die die ihre Welpen bis auf Tod verteidigte... alle die waren bei uns in Gedanken, in unseren Herzen...
...ich trug in meinen Gedanken alle die Menschen die ich in Kroatien kannte, die die ich liebte, meine Verwandten, Freunde...Bekannten...deren Kinder und Kinder der Kinder und ich frage mich immer wieder...was bedeuten sie mir nach allen dem was ich dort gesehen habe, ich weinte still und ohne Tränen und es lief ein Film ab das nicht mehr abzustellen war..Film der immer laufen wird vor meinen Augen und ich weiss mit 100%iger Sicherheit das nie wieder so sein wird wie es war...mein Vertrauen war wieder mal dahin. Wie soll ich wieder Wiedersehnsfreude empfinden, wie umarmen, mich austauschen ohne daran zu denken , ohne die Frage: Warum? Wo warst du? Wie siehst du das? ...vieles wird nie wieder so sein wie es einmal war...mein Kopf drohte zu platzen!
Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben. (französisches Sprichwort)
Viele Köche verderben den Brei
Nächste Tag war ein Sonntag, der 06.07.2008... drei Aktivistinen von der "Menschen für Tierrechte" luden die Hunde in den Transporter ein. Es war eine harte Arbeit, nicht nur körperlich, die Pässe der Tiere mussten stimmen, Eintragungen, Ort wohin der Hund kommt, eine nüchterne Arbeit in einem Albtraum... ich machte mich auf dem Weg mit der Đina von "Felix-Krk" und Dalibor Vidović von "Maza und Lunjo" wo wir nah an Tierunterkunft mit verschiedenen Verantwortlichen über die weitere Zukunft der Hunde sprachen und uns dann auch verabschiedet haben ohne das Gefühl gehabt zu haben das alles gut wrd. Wir hatten eher das Gefühl das um den heißen Brei herumgeredet wird... wer mich kennt, weiß, dass ich nie um den heißen Brei herumrede, dass ich immer sage, was ich denke, privat genauso wie auf andere Ebenen. Die Entschlüsse die wir dannach verabschiedet haben sollte ich vorerst nicht veröffentlichen.
"Keine Macht für Niemand"
In Zadar trafen wir uns dann alle wieder, Hunde aus Benkovac waren schon in den Autos und waren trotz der glühende Hitze ruhig und geduldig, so luden wir noch Keno, Nova und Rexa und fuhren richtung Zagreb.

Branko von TSv "Prijatelji" war mit seinem Transporter auch dabei und nach der Übergabe der Tiere fuhren wir nun über Karlovac, Zagreb nach Čakovec wo die Hunde kurz die Boxen verliessen, trinken konnten und wir nahmen ein paar Tiere mit, die Branko schon aus den Tierunterkünften zu Pflege genommen hatte.
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Branko begleitete uns auch bis zu slovenische Grenze und damit waren wir in der EU. Die Sorgen um die Tiere schienen abgeblasen, doch das wichtigste ist es die Tiere unterzubringen in ein neues, gutes und sicheres Zuhause. Deswgen bitte ich Euch nocheinmal, schaut in Euren Herzen, vielleicht, ja vielleicht finden sie dort ein Platz für so ein Tier das Dankbarkeit und Liebe in sich trägt. DANKE!
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