

Unsere Vorbereitungen wieder nach Zadar und Benkovac zu fahren liefen ziemlich flott wenn man bedenkt das uns Aktivisten tausender von Kilometer trennten, Berlin - Saarland - Bayern!!!
Montag,25.08.08
Am 25.08.2008 wollten wir (Katja aus Berlin, Elke und Reinhard aus Namborn und ich) gegen 20 Uhr spätestens Richtung Kroatien starten - leider lief schon an diesem Tag alles schief...na ja fast alles.
Zum einen bekam Elke und Reinhard ihr gemietetes Auto erst nicht, weil es angeblich noch nicht bezahlt war - nach langem Hin und Her konnte die Mietfirma dann doch die gebuchte Zahlung auf ihrem Konto entdecken ;-)
Zum anderen hatte uns ein Tierheim Hundeboxen aller Grössen zugesagt, als wir dann diese holen wollten, hieß es, dass nur 2 Boxen verfügbar wären Nun hieß es auf die Schnelle genügend Boxen zu organisieren. Im Umkreis von Augsburg und in Augsburg sammelten wir alles ein, was wir bekommen konnten.
Von TSV Kissing hatten wir schon 5 Boxen, meine liebe Freundin Uschi aus Augsburg konnte uns noch eine grosse und eine kleinere Hundebox zur Verfügung stellen sowie diverse Katzenboxen. Das Tierheim Landsberg/Lech hatte auch noch grosse Boxen für uns. Damit hatten wir Hundeboxen und Katzenboxen, Elke und Reinhard hatten Hundeboxen sowie auch Katzenboxen. Also Hundeboxen fehlten uns noch, da wir aber damit rechneten am Ort und Stelle noch Nothund/e zu finden wollten wir auch mehr Boxen haben. Aber auch hier zeigte sich das wahre Liebe nur in Tierschutz gibt’s (grins) und Dank Caroline von “Menschen für Tierrechte” konnten Elke und Reinhard dann noch 4 Boxen in Würzburg einsammeln, was aber einen riesigen Umweg bedeutete.
Am Ende konnten wir erst gegen 22:30 Uhr starten. Wir machten noch ein kleine Umweg nach Schwabhausen wo wir eine Menge Sachspenden holen konnten was sich dann an Ort und Stelle als mehr wie dringend notwendig gezeigt hat. Ich hoffe die Hundebabys in Benkovac haben überlebt die wir von dem Kies und scharfe Steine weich lagern konnten.
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Hiermit ganz grosses und herzliches Dankeschön an Christiane G. aus Schwabhausen!
Montag, 26.08.08
An der Raststätte Vaterstetten traffen wir dann Elke und Reinhard und fuhren endlich Richtung Österreich über Slovenien nach Kroatien. Gegen 09:00 Uhr waren wir in Küstenort Kraljevica nahe Insel Krk wo uns schon Đina von TSV “Felix-Krk” erwartet hat um uns in der kommende Zeit tatkräftig zu unterstützen. Dabei fuhren wir ein kleine Umweg und zwar von der kroatische Grenze nicht um die Hafenstadt Rijeka sondern direkt durch Rijeka da ich etwas “geschlafen” habe und was ich dann nutzte um die Sehnswürdigkeiten der alte Stadt das Jahrzente unter italienischen Einfluss und Zugehörigkeit stand, auch um die viele Nationen der ehemaligen Jugoslavien zu erklären, viele Religionen und Unterschiede der Mentalitäten. Dieser Teil Kroatiens war auch ziemlich von Bürgerkrieg verschont geblieben. Zumindest äußerlich!
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Mit Đina und ihren Mann der sie bis nach Kraljevica begleitet hat tranken wir noch Kaffee, ich natürlich mein Lieblingsgetränk Cockta und assen ein paar Spezialitäten die Đinas Mann für uns gebracht hatte. Wir fuhren dann mit Đina, Elke und Reinhard folgend zuerst nach Selce um von dort die Küste zu verlassen und durch das Landesinnere nach Benkovac und Zadar zu reisen.
Auf dem Weg mitten in Lika (ein von Krieg recht zerstörtes und über Jahre besetztes Gebiet) platze uns ein Reifen - nun standen wir auf eine Landstrasse mitten in Kroatien, fanden in unserem Auto nicht das passende Werkzeug, um den Ersatzreifen los zu schrauben und verzweifelten. Anwohner von einem Hof , der dort an der Landstrasse war, versuchten mit allen Mitteln unseren Ersatzreifen los zu schrauben - aber erfolglos. Nach etlichen Telefonaten mit der Mietfirma in Deutschland haben wir das passende Werkzeug gefunden (es war schön versteckt und nicht dort, wo es eigentlich laut Betriebsanleitung liegen sollte). Der Hofbesitzer hat uns dann den Reifen gewechselt - wir haben ihm als Dankeschön einen Sack Futter für seine 2 Hunde da gelassen. Nun konnten wir endlich weiter fahren.
Gegen 14:00 Uhr waren wir in Benkovac - trafen uns dort mit Dinko in einem Cafe (wo wir auch das mitgebrachte Stagloban kühl lagern dürften) und besprachen die Einzelheiten unserer Fahrt und Vorhaben. Danach fuhren wir ins Tierlager von Benkovac.Seit dem letzen Besuch dort hat sich vieles verändert , die Tiere sind zum grössten Teil verlegt, Zwinger sind voneinander durch Draht getrennt - trotz alledem ist es immer noch ein furchtbare Anblick, wie die Hunde dort “leben” müssen.
Wenn die Hunde “Glück haben” kommt der angestellte Tierpfleger für ein paar Stunden am Tag und versorgt die Tiere. Seine Arbeitszeit ist von 09:00 bis 11:00 Uhr. Allerdings ist es fraglich ob er tatsächlich jeden Tag arbeiten kommt. Wir hatten das Gefühl, dass er aufgrund unseres Besuches das Lager “auf Vordermann” gebracht hatte. Für alle Hunde gibt es mittlerweile wenigstens einen kleinen Schattenplatz - es stand in jedem Zwinger frisches Wasser und einige der Tiere konnten sich auf und vor dem Gelände frei bewegen. In den verschiedenen viel zu kleinen Zwingern waren Hunde jeder Grösse und jeden Alters zu sehen, die jaulend und bellend um jede noch so kleine Aufmerksamkeit heischten.
Der jetzige Tierpfleger Jurica war auch anwesend. Schätzungsweise befinden sich ca. 50 Hunde in Benkovac. Wir besprachen mit Jurica, welche der Hunde wir am nächsten tag mitnehmen würden und das diesen Hunden noch Stagloban (in Ortscafe kühl gelagert) und Frontline verabreicht werden muss. Ausserdem übergaben wir die Hälfte der Sachspenden (Decken, Handtücher, Zeckenzangen, Futter, Näpfe, Leinen usw.) und betteten 7 eine Woche alte Welpen auf dicke Decken, damit sie nicht auf den harten nackten Steinen liegen müssen.
Es war übrigens entzückend und auch traurig zu beobachten wie eine Hundin die Welpen bemuttern wollte während die Mutter es verweigerte. Ich vermute das die Welpen der andere nicht überlebt haben.
Wir versuchten allen Hunden wenigstens einige liebe Streicheleinheiten zu geben ...
...und verließen dann schweren Herzens das Lager wo davor ein verletztes Hundchen lag und versuchte auf drei Beine mit uns Schritt zu halten, aber schon bald aufgab. Jurica hatte mir versprochen das Tier untersuchen und versorgen zu lassen.
 Nach einem trotz allem dringend notwendigen Mittagessen fuhren wir los, um den kaputten Reifen reparieren zu lassen und danach fuhren wir nach ca. 50 Km entfernte Zadar.
Dort liefen wir erstmal durch das Tierasyl und waren überwältigt unter welchen Umständen dort an die mind. 300 Hunde “leben”. Nie werden wir die Geräuschekulisse vergessen… Insbesondere die Geräusche, die es gibt, wenn sich die Hunde beissen und vor Schmerzen schreien.
Überall lagen und liefen Welpen in Lager rum - ca. 3 Meter von einer vielbefahrene Landstrasse entfernt. Marijana, Zlatko und die freiwillige Helfer,die dort 24 h am Tag sich um die Hunde kümmern, zeigten uns “unsere” Hunde, die wir am kommenden Tag mitnehmen würden.
 Inzwischen waren alle Hunde in unseren Herzen -ich brauche nicht zu erwähnen wie schwer es war andere dort zu lassen.
Mittlereweile war es schon fast 22:00 Uhr - und wir fuhren in unsere Pansion. Nach eine Dusche fielen wir völlig erschöpft, aber sehr aufgewühlt in unsere Betten.
Mittwoch, 27.08.08
Am nächsten Morgen fuhren wir nach Zadar in die Tierunterkunft, luden dort die Sachspenden aus - und besprachen mit Marijana, welche Tiere wir zusätzlich noch mitnehmen könnten. In Zadar sind die Tiere weitaus besser für die Ausreise vorbereitet als in Benkovac, Marijana und auch der zuständige Tierarzt machen alles was möglich ist um die Tiere zu versorgen damit es bei der Ausreise keine Probleme gibt. Gegen 17:00 Uhr fuhren Katja und Đina nach Benkovac und luden die 4 Hunde dort ein, die mit nach Deutschland kommen sollten.
In der Zeit bereiteten wir die Hunde aus Zadar bzw. Boxen für die Verladung. Die eigentliche Verladung der Hunde nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Die kleine Hündin Lena die auch mit sollte liess sich nicht überreden, sie war regelrecht hysterisch geworden, biss um sich und krallte sich in ihren Häuschen so ein das man sie nicht entreisen konnte. Mariana (und auch wir) war sehr traurig über dem Vorfall das sie uns versprach die kleine mit nach Hause zu nehmen um für die Ausreise seelisch vorzubereiten. So fuhr die Lisa die jahrelang mit Lena im Haus zusammen gelebt hattte und von Frauchen wegen Zeitmangel abgegeben wurde alleine,ohne Lena nach Deutschland.
 |  |  |  |  | Gegen 21:00 Uhr starteten wir Richtung Krk, um dort noch ein Hund und auch Katzen zu übernehmen. Bei der Übergabe dieser Tiere ließen wir die Hunde aus Benkovac schon mal aus den Autos, da sie ja schon länger als die anderen Tiere in ihren Boxen ausharren mussten. |
Donnerstag, 28.08.08
Mit Djina und noch zwei Mitglieder von TSV “Felix-Krk” die uns bis über die kroatische Grenze begleiteten fuhren wir nach dem Abschied von denen in Slovenien Richtung Deutschland.
Am Salzburg vorbei verpassten wir die Ausfahrt Bad Reichenhall wo Andrea auf ihre Tiere gewartet hat, wir einigten uns telefonisch mit Andrea das ich ihr die Tiere am nächsten Tag nach Bad Reichenhall bringe, so konnten wir den Tieren das warten an der nächste Raststätte ersparen und eilten nun zu unserem grossen Zwischenstop - ein Gelände einer Hundeschule in Bayern nah Burgrain. Dieses Domizil hat uns die Claudia organisiert bei der wir die kranke Dogge Azina untergebracht haben. Dort hatten dann alle Hunde die Möglichkeit sich richtig auszutoben, zu trinken und den ersten Fahrtstress etwas hinter sich zu lassen. Reinhard reinigte in der Zeit die Boxen.
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Für viele Tiere hieß es, dass sie am selben Tag an die 1000 Km noch fahren müssen bis sie endlich in ihrem neuen Zuhause sind. Von diesem Gelände der Hundeschule wurden dann zwei Hunde abgeholt. Eigentlich sollten es drei sein, aber leider wurde ein Hund nicht abgeholt - trotz tausender Anrufe erreichten wir die entsprechende Person nicht. Dank Sonja (in der Nähe von Minden) konnten wir dann den nicht abgeholten Hund bei ihr unterbringen und wo der Hund für immer bleiben kann. Ab dort trennten sich dann unsere Wege. Ein Transporter fuhr mit 12 Hunde und eine Katze Richtung Neuss - und wir fuhren mit unserem Transporter weiter Richtung Stuttgart. Auf dem Weg ließen wir die kleine Hündin Lulu in der Nähe von Augsburg und den Husky Robby brachten wir dort in der Nachbarschaft für eine Nacht ebenfalls unter. Robby sollte dann am kommenden Tag mit Katja nach Berlin fahren, wo er in sein neues Zuhause ziehen darf.
In der Nähe von Stuttgart trafen wir Caro aus Karlsruhe. Sie übernahm 3 Hunde die nach “oben” sollten - Richtung Hamm und Minden.
 |  | |  | In der Nähe von Neu-Ulm, wo wir bei der Sylvia B. etwas ausruhen dürften und die Tiere sich ein wenig austobten, gaben wir dann noch sieben Katzen ab. Kinder und Tiere hatten Freude dabei!
Danke Sylvia!
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Endlich fuhren wir nach Augsburg, um die Sitze wieder ins Auto zu bauen, die Boxen auszuladen und das Auto zurück zu bringen.
Freitag, 29.08.08
Nachts um 01:00 Uhr waren wir bei mir Zuhause, wo wir uns schnell hinlegten, weil Katja früh um 06:00 Uhr den Robby abholen wollte, um nach Berlin zu fahren. Meine Katzen freuten sich doch als sie die Hunde sahen waren sie regelrecht beleidigt und verschwunden.
Der Transporter mit Elke und Reinhard war gegen 20:00 Uhr in Neuss und konnte dort Hunde übergeben. Mit den anderen Hunden und eine Katze fuhren sie dann Richtung Saarbrücken - dort kamen sie erst gegen 02:00 Uhr an.
Die Caro aus Karlsruhe übergab die Hunde gegen Mitternacht in ihre neue Heime. Da freue ich mich ganz besonders für Laso alias Ajko der bei Kira und Santos Familie ein wunderbares Zuhause fand und wie ich erfahren dürfte werden ihm sogar die deutsche “Befehle” beigebracht. Tja… auch ich konnte mal kein Wort Deutsch *haha.
Robby konnte am Freitag gegen Mittag in sein neues Zuhause bei Berlin ziehen.
Heute, sind fast alle Hunde auf Endplätze vermittelt. Fast vergessen sind für die Tiere der riesiger Fahrtstress - wurden sie doch mit offenen Armen und viel Liebe - trotz diversen Parasitenbefall - empfangen.
 | Tja… und wie es mir persönlich erging…
Leider musste ich (Lulu) Lucy für die eine Nacht allene lassen.
Aber das ist eine andere Geschichte und die bleibt unter Lucy und mir! |
Chrissi und Bernd die sehr liebevoll die Lulu alias Lucy bei sich aufgenommen haben konnten mir bis jetzt nur positives über Lucy berichten. Sie mag bloss nicht allein sein. Aber darüber habe ich mich selbst überzeugt *grins*.
Danke Chrissi! Danke Bernd!
Ich fuhr noch mit Lulu die jetzt Lucy heisst, Aretta, klein Buba (hab mein Herz an dem verloren) und Logan...
... nach Bad Reichenhall um Aretta in ihr neues Zuhause abzugeben und Buba und Logan als Pflegehunde, die von Andrea sorgfältig und liebevoll in ein neues Zuhause vermittelt werden.
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Danke Andrea, bin sehr froh dich kenengelernt zu haben, Danke das du schon für Goldi alias Ranya ein schönes Zuhause gefunden hast. |
Danke auch das ich Eure wunderschönes Zuhause das Ihr mit Hunde teilt sehen konnte um festzustellen wie schön man mit viele Tiere leben kann.
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Anklicken bitte!------>
Nach dem ich die drei Tiere bei Andrea lassen konnte fuhr ich mit Lucy nach Augsburg zurück, viel Verkehr und Staus begleitetetn uns. Lucy lag brav auf dem Hintersitz.
Ich möchte mich noch einmal für alles bedanken, für Sach und Geldspenden, für die Liebe und gute Wünsche, für alle Bemühungen vor und nach der Fahrt, bei allen die uns das ganze ermöglicht haben und an uns gedacht haben.
Auch in Namen der kroatische Tiere.
Spendenquittung gibt es auf Anforderung bei

Bankverbindung: Sparkasse Neu-Ulm * Kto.-Nr. 430772343 * BLZ 730 500 00
Betr.: Kroatien
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