
Ziele und Wünsche können wir nicht alleine erreichen. Wir brauchen Kontaktes, Wissen, Unterstützung ... Gleichzeitig gibt es da, wo wir mit anderen Menschen zusammentreffen, unterschiedliche Meinungen, Bedürfnisse und Interessen. Die Unterschiede sind nicht immer unter einen Hut zu bekommen. Es gilt daher, sich auszutauschen, den Bedürfnissen gerecht zu werden, Interessen auszugleichen und Kompromisse einzugehen.
Das ist nicht immer einfach, aber es lohnt sich. Die über Glück forschen belegen, dass Menschen, die viel und gut mit anderen Wesen umgehen, mehr Glück empfinden, als Menschen, die eher zurückgezogen leben oder versuchen, immer ihre eigenen Interessen durchzusetzen.
Glück ist daher: nicht egoistisch zu sein.
Hier Glück aus Kroatien das nach Holland auswandern dürfte um Glück und Freude zu verbreiten. Auch das ist Kroatien...Otto und Gita!

Otto und Gita haben nicht nur Glück erfahren dürfen, die haben Liebe und Glück gebracht. | Mein Herz schlägt für ein kleines Mädchen die Liebe verbreitet... und ich wünschte ich könnte ihr sagen ...
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...das es in Kroatien auch Menschen gibt die Liebe geben und auch stark empfinden! | | | | | | |
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Otto und Gitta die Geschichte die sehr mit meine kleine Landsmännin Martina ... verbunden ist die an der Seite ihre starken Mama und Kroaten Otto zu einem Menschen aufwächst die auch mich stolz macht! |  | |  | |  |  | |
Kroatien hat in der Geschichte meines Lebens eine grosse Rolle gespielt. Als ich 16 war, lernte ich meinen ersten Ehemann kennen, einen kroatischen Flüchtling aus Bosnien. Der Krieg war damals, 1993, in vollem Gange und unsere deutsche Kleinstadt bekam eine Menge Flüchtlinge. Viele von ihnen wurden durch meinen ersten Mann meine Freunde und so lernte ich die Sprache fast automatisch.1996 heirateten wir in der Hauptstadt Zagreb. Ich war zum ersten Mal in Kroatien und verliebte mich in dieses Land. Das Klima, die Gerüche an einem heissen Sommertag in Zagreb, gebratenes Burek, Abgase, Sommer. Das Essen, frischer und intensiver im Geschmack als in Deutschland. Aber in diesem Sommer und den Sommern darauf lernte ich auch die andere Seite kennen, die Touristen selten zu sehen bekommen.Während das Leben in Zagreb normal schien, war der Krieg und seine Folgen abseits der Touristenorte, nur etwa 100 km südlich von Zagreb, noch immer allgegenwärtig. Háuser mit Granateinschlägen, Minenfelder. Und streunende Hunde... Die ich heimlich mit Essensresten fütterte. Leider lernte ich nicht nur die andere Seite von Kroatien kennen, aber auch die andere Seite meines Ehemannes. Er veränderte sich mehr und mehr in einen Tyrann. Aber damals hatten wir auch noch gute Zeiten. In einer jener guten Zeiten zeugten wir unsere Tochter, die im Sommer 2000 geboren wurde. Aber nach ihrer Geburt wurde unsere Beziehung schlechter und schlechter, er hatte schwere psychische Probleme und neigte immer öfter zu Gewaltausbrüchen. Anfang 2002 trennten wir uns schliesslich und ich zog mit meiner Tochter zu meinen Eltern. Von Anfang an war klar, dass er nicht die Absicht hatte, sich um sein Kind zu kümmern oder auch nur Unterhalt zu bezahlen. Und ich war ziemlich mitgenommen von den Erfahrungen der letzten Jahre. Im Sommer 2002 fuhr ich mit meiner Tochter und meinen Eltern an die holländische Küste, um eben Ruhe zu haben. Das Blatt wendete sich, in diesem Urlaub lernte ich meinen zweiten Ehemann kennen. Und konnte das Leben hierdurch wieder positiver sehen. Mein Ex machte immer noch Ärger, stalkte mich. Aber ich traute mich wieder, Zukunftspläne zu machen. Im Winter 2003 immigrierte ich mit meiner Tochter nach Holland zu meinem Freund und einige Monate später heirateten wir. Er und meine Tochter waren von Anfang an ein Herz und eine Seele gewesen. Ich war glücklich, aber vor meinen Erinnerugen zu fliehen, war unmöglich. Ich lebte mich schnell in meiner neuen Heimat ein, meine Tochter sprach schon bald fliessend Holländisch. Ein halbes Jahr nach unserem Umzug begonn für sie der Ernst des Lebens - sie kam in die Schule (Kinder in Holland gehen ab dem 4. Geburtstag zur Schule). Anfang 2008 gingen wir auf Suche nach geeigneten Hunden für unsere Familie. Wir hatten immer Hunde gewollt, aber wollten erst ein Haus mit eingezäuntem Garten haben. Ein Jahr zuvor hatten wir unser Traumhaus bezogen und wir hatten uns prima eingelebt, jetzt war es Zeit um zwei Hunde an unsere Familie zuzufügen. Wir suchten im Internet nach unseren Traumhunden. Und so fand ich die Anzeige des holländischen Tierheims, dass Hunde aus einem notleidenden kroatischen Asyl holte um hier liebe neue Besitzer für diese Hunde zu finden... Erinnerungen an die Strassenhunde in Kroatien durchfluteten mich, wie ich sie gefüttert hatte... Mein Mann war erst ein bisschen skeptisch, aber bald überzeugt. Er verstand, dass es wichtig war für mich und natürlich für meine Tochter... immerhin ist sie halbe Kroatin.Und so fuhren wir an einem regnerischen Sonntag im März in den Süden der Niederlande, aufgeregt und gut vorbereitet. Für die lange Reise zurück hatte mein Mann den Kofferraum unseres Kombis in ein grosses Hundebett verwandelt, mit einer warmen Decke und einem Schutzgitter zwischen Kofferraum und Rückbank. Wir hatten keine bevorzugte Rasse - nur einen deutschen Schäferhund wollte ich nicht. Ich hatte Angst vor deutschen Schäferhunden, weil ich als Kind beinah von einem gebissen wurde. Aufgeregtes Gebell empfing uns im Tierheim. Die Hunde sassen nicht in Zwingern, aber durften sich frei auf dem Gelände bewegen und miteinander spielen. Einer der Helferinnen führte uns herum und nachdem sie rausgefunden hatte, dass wir einen kinderfreundlichen Hund suchten, die Rasse aber egal war, stellte sie uns Otto vor...Der Klick zwischen Otto und meiner Tochter war sofort enorm. Er liess keinen anderen Hund in ihre Nähe, sobald sie einen anderen Hund streicheln wollte, drängte er sich sanft dazwischen, so dass sie nur ihn streicheln konnte. Er wollte, dass sie seine neue Besitzerin wurde, kein Zweifel. Und er erreichte sein Ziel... Sie sagten uns, dass er ein Border Collie Mischling war. Während wir in der Tierheimküche auf Ottos Papiere warteten, fiel uns ein hübscher deutscher Schäferhund auf, der auf dem Küchenboden ein Nickerchen machte, ohne sich um die anderen Hunde zu kümmern, die hier auch rumliefen. Mein Mann war sofort hin und weg von dem hübschen Tier. Sie hiess Gita und war 8 Jahre alt. Und trotz meiner Vorbehalte gegenüber deutschen Schäferhunden - ich schaute in ihre sanften braunen Augen und war sofort verliebt. Mein Mann und ich sahen einander an und nickten... auch Gita würde ab heute ein neues Zuhause haben... Gita sprang in den Kofferraum unseres Kombis, als ob das schon immer ihr Platz gewesen wäre. Otto nahm neben meiner Tochter auf dem Rücksitz platz und legte schon nach ein paar Kilometern sein Köpfchen in ihren Schoss... Wir merkten bald, dass Otto und Gita vom Charakter so unterschiedlich waren, wie zwei Hunde nur sein können. Gita war selbstbewusst und hatte vor nichts und niemandem Angst, sie fand jeden lieb, der sie streichelte. Sie war auch so schlau, wie ein Hund nur sein kann. Am Anfang gebrauchte ich auch bei der Hundeschule kroatische Kommandos, aber schnell begriff sie auch die holländischen Kommandos und war schliesslich zweisprachig. Ich hatte nicht gedacht, dass sie so einfach eine neue Sprache lernen würde, sie war schliesslich schon eine ältere Dame. Otto hingegen vertraute am Anfang eigentlich nur meiner Tochter wirklich und hatte Angst vor Erwachsenen. Auch uns gegenüber war er am Anfang untertänig. Aber das verlor sich schnell. Aber die Bindung mit meiner Tochter war und ist spezial... Er hatte am Anfang wirklich vor alles und jedem Angst, aber mit viel Geduld und Liebe taute er mehr und mehr auf. Heute ist er ein fröhlicher Hund, der sehr gerne schmust und sofort Pfote gibt, wenn wir ihn streicheln. Und mittlerweile vertraut er auch mehr und mehr Menschen. Bald fanden wir eine Erklärung für Ottos tiefe Bindung mit meiner Tochter... Eines Tages surfte ich im Internet und stiess auf das Foto eines kroatischen Schäferhundes - ein Ebenbild von Otto. Ich recherchierte weiter über die Rasse, die ich trotz häufiger Aufenthalte in Kroatien nicht kannte. Schliesslich schickte ich einem kroatischen Züchter einige Fotos von Otto und die Antwort kam schnell - Otto war höchstwahrscheinlich ein rassechter kroatischer Schäferhund, ein echter Hrvatski Ovcar. Und das musste natürlich klicken mit meiner Tochter... Am ersten Tag bei uns hatte sie ihm gelernt um Pfote zu geben - eine beachtliche Leistung für ein siebenjähriges Mädchen das noch nie zuvor einem Hund Dinge beigebracht hatte. Stolz erzählte sie fortan jedem, dass Otto - genau wie sie - ein echter Kroate ist. Weil ihr biologischer Vater sich nie um sie gekümmert hat, hatte sie eine ambivalente Beziehung zu Kroatien. Aber das war jetzt vorbei. Durch Otto und Gita passierte noch etwas Gutes - ich kam in Kontakt mit Menschen vom Shelter in Rijeka. Durch die Trennung von meinem Ex waren auch die Freundschaften mit seinen Freunden kaputt gegangen und das war schade - wie sollte meine Tochter jemals eine Bindug zu ihrem Ursprungsland aufbauen ohne Menschen aus Kroatien zu kennen? Sobald sie ein bisschen älter ist, wollen wir für einige Wochen nach Kroatien und im Shelter helfen. Dann wird sie die Möglichkeit haben, das Beste aus allen 3 Kulturen in ihrem Leben zusammen zu bringen. Gut ein Jahr lang waren wir glücklich mit unseren 2 Hunden. Dann kam der Tag, dass wir die Beule bei Gita entdeckten, im April 2009... Sie war noch klein, der Tierarzt punktierte und es schien eine Fetbeule zu sein, etwas was bei älteren Hunden oft vorkommt. Wir waren erleichtert - aber 3 Wochen später war die Beule viel grösser geworden - der Tierarzt setzte sie sofort auf den OP-Plan um die Beule zu entfernen, auch eine Zitze musste entfernt werden, weil diese sich verfärbt hatte... Gita überstand die Operation gut, aber trotz Schirm schaffte sie es, die Fäden zu ziehen aus der Wunde, die von ihrer Zitze übrig geblieben war. Wie sie das gemacht hat, wissen wir noch immer nicht, aber das Ergebnis war ein regelrechtes Loch in ihrem Bauch, dass ca so gross wie ein Eurostück war und wodurch man die Bauchmuskeln sehen konnte. Wir reinigten die Wunde mehrmals täglich und schmierten mit Honigsalbe. Ekelgefühle kenne ich nicht mehr... Sobald Gita sah, dass ich die Sachen für die Wundversorgung packte, legte sie sich so hin, dass ich gut dabei konnte. Es war ihr sicher nicht angenehm, aber sie fühlte, dass es sein musste. Der Heilungsprozess dauerte einen Monat. Eine Woche nach der Operation kriegten wir die niederschmetternde Nachricht, dass ihre Beule bösartig war - ein hypodermales Hämangiosarkom. Ein Todesurteil. Die Zitze war gutartig gewesen. Der Tierarzt hatte Hoffnung, dass es ihm gelungen war, den gesamten Tumor zu entfernen. Aber 6 Wochen nach der Operation entdeckten wir an derselben Stelle neue Tumoren. Wir liessen es nicht einmal mehr punktieren - wir wussten was es war. Aber wir wussten auch, dass eine erneute Operation Gita's Lebensqualität nicht verbessern würde. Und so entschieden wir uns, die verbleibende Zeit so gut wie möglich zu verbringen. Nicht mehr Tierarztbesuche dann unbedingt nötig. Gita hatte ihre Meinung hierüber schon geäussert, durch ein demonstratives Pinkeln auf den Teppich im Wartezimmer der Tierklinik... Sie war ein Liebling unseres Tierarztes, weil sie sich immer wie eine Dame benahm, sie machte kein Drama von Tierarztbesuchen, spazierte einfach rein und sprang auf den Untersuchungstisch und liess sich untersuchen - aber mittlerweile hatte auch sie genug. Am 13 Juli begann ihr Tumor zum ersten Mal heftig zu bluten. Wir mussten also doch wieder zum Tierarzt. Der Tierarzt nähte es, gab Gita aber noch höchstens 3 Tage zu leben. Aber auch hierüber hatte Gita ihre eigenen Ideen. Aus den 3 Tagen machte sie 6 Wochen. 6 Wochen, in denen sie noch von ihrem Leben geniessen konnte. Mit leckeren Sachen (z.B. ein paar Löffel Leberwurst, geraspelter Käse, Salatgurken, Hamburger, gekochte Spaghetti), Spaziergängen im Wald und natürlich viel Streicheleinheiten. Am 25. August um 3 Uhr morgens begann sie wieder zu bluten. Wir wussten sofort, dass es jetzt wirklich vorbei war. Seit Gitas Operation hatte ich bei ihr und Otto im Wohnzimmer geschlafen, sodass ich sofort dabei sein konnte, wenn Komplikationen auftraten. Wir riefen den Tierarzt an, weckten meine Tochter, gaben Gita noch ein paar Leckereien, sie rannte noch eine Runde durch den Garten... Um 4 Uhr morgens schloss Gita ihre Augen für immer. Wir brachten sie persönlich zum Tierkrematorium und sie dort zurück zu lassen war auf gewisse Weise noch grausamer als ihr friedlicher Tod. Otto ist uns eine grosse Stütze, aber auch er trauerte lange. Genau wie unser Kater Puppy - Gita war seine Ersatzmutter gewesen. Es dauerte einige Zeit, bis er und Otto ihre wilden Spiele wieder aufnahmen. Aber was uns tröstet ist dass Gita bis zum letzten Augenblick ihres Lebens bei uns sein konnte und fühlte, dass sie geliebt wurde. Sie starb nicht einsam in einem der trostlosen kroatischen Shelters. Immer, wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so, als wärst du nie gegangen. Was bleibt sind Liebe und Erinnerung. Und wir fragen noch immer: Warum? Und wenn Du Dich getröstet hast, wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.
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