
In der Welt in der wir leben gibt es zuviel Leid. Zuviel Gleichgültigkeit und Ignoranz. Zuviel Grausames. Darüber hinaus vergessen wir oft das Gute. So viele Menschen die oft auch unter Einsatz ihrer eigenem Leben Tiere retten und mit und für die Tiere leben.
Ich freue mich über Deborahs Familie berichten zu dürfen. Es macht mir auch Mut!
Aber lesen Sie es selbst. Dieser Bericht voll Liebe und Respekt gegenüber den Tiere und der Natur:
Letztes Jahr zum Geburtstag habe ich von meinen Freunden ein Schaf geschenkt bekommen, Bärbel. Die Idee an sich war gut, aber leider nicht durchdacht. Ein Herdentier einzeln zu vergeben ist für Tier (sehr einsam) und Mensch (das Schaf schreit die die ganze Zeit „Zeter und Mordio") nicht gut. Wir haben versucht, es irgendwo bei nem Bauern unterzubringen, leider vergebens. Also entschlossen wir uns zum Kauf eines zweiten. Als wir bei unserem Futtermittelhändler waren hatte der gerade als Tauschzugabe für ein Pferd eine Herde Skudden bekommen, 5 an der Zahl. Da wir aus der bestehenden Herde kein Tier herausreissen wollten, nahmen wir kurzerhand die ganze Herde. Da warens schon 6. Die armen Tiere gingen wohl vorher von Hand zu Hand und keiner hat sich so richtig drum gekümmert. Ständig eingesperrt im Stall und voller Parasiten. Naja, was wollten wir tun, wir haben uns gekümmert, um ihnen das Leben ab jetzt schön zu gestalten.
Die älteste Lady ist wohl schon ca. 10 jahre alt und sie soll ihren Lebensabend bei uns gut verbringen. Zuerst natürlich scheren, die Wolle war total verdreckt und verfilzt, wann die das letzte Mal eine Schur bekamen fragten wir uns? Nach der Entwurmung, Klauen schneiden und dergl. liessen wir sie auf die Weide (wir haben unsere Wiesen seit unserem Einzug hier nicht mehr düngen und spritzen lassen), hatten natürlich vorher Zaun gekauft.
Mensch haben die sich gefreut und Bocksprünge gemacht, dass eine wahre Freude war.
Tja, der erste Winter ist auch gut überstanden und das erste Lamm kam für uns völlig überraschend schon im September, das ist der „Seppi", mittlerweile ein stolzer Jungbock.
Dieses Jahr hatten wir noch mehr Nachwuchs, weils denen offenbar prächtig geht.
Anfang Februar die kleine zweifarbige „Amandine",
drei Wochen später die schwarze „Kessi"

Zwillinge mit Mama


Und die passende Wolke dazu gabs gratis....

Da nun für unser Land und die Futtermittel die Herde schon fast zu groß ist, müssen wir leider etwas abbauen.
Unser großer Bock „Nils" und die kleine „Kessi" kommen zu einem anderen Züchter und er darf dort ganz viele Damen beglücken. Der kleine Bock „Seppi" kommt in einen Streichelzoo zu einer ganz netten Familie, die ihre Kinder mit Tieren gerne aufwachsen sehen möchten.
Tja, und „Jake" und „Ellwood" werden erstmal kastriert und bleiben bei uns.
Die Böcke müssen halt weg, sonst bekommen wir noch mehr Nachwuchs. Ich hatte natürlich auch schon Anfragen von nichtdeutschen Bürgern, aber die wollten die Schafe „Schächten"!
Nicht mit uns, da behalten wir sie lieber selber.
Und wenn man jetzt alle so glücklich auf der Weide sieht, ist das einfach ein gutes Gefühl!
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„Karlchen"
Unser „Karlchen" bekamen wir vor 2 Jahren im Februar. Von einer Bekannten hörte ich daß im Park dort bei ihnen ein Mini-Eichhörnchen ständig an den Kindern hochgeklettert ist.
Da keine Mama zu sehen war hat das Kleine eine Familie mit heimgenommen. Da schrillten bei mir schon die Alarmglocken. Ich machte sie ausfindig und fuhr hin, auf der Fahrt dorthin entdeckte ich leider auch ein totgefahrenes Eichhörnchen, vermutlich die Mama.
Was ich da sah, liess mich sofort handeln. Die hatten das Würmchen auf dem zugigen Balkon in nem Vogelkäfig stehen, alle kreischten ständig drum rum und sie hatten ihm Nüsse in eine Schale gegeben. Ich fragte mich, ob sie ihre Babys auch sofort mit Schweinhaxen gefüttert haben, anstatt mit Muttermilch? Ich wendete sofort meine ganzen Überredungskünste auf um denen das Kleine abzuschwatzen (von wegen Krankheiten und Ungeziefer und so weiter, hihi). Die gaben mir es dann auch schnell ab. Ich fuhr wie der Teufel in die nächste Zoohandlung, kaufte einen Riesenkäfig und Katzenwelpenmilch samt Flasche.
Da der Kleine natürlich unterkühlt war, steckte ich ihn zuhause erstmal unter mein Pulli bis ich die erste Flasche bereit hatte.

...mit "Papa"
Nach kurzer Zeit trank er auch schon, manno war ich erleichtert. Er wog ja nur 95g! 5-ml-weise flösste ich ihm die Nahrung ein, von da ab ca. alle 2 Stunden auch Nachts!
Könnt ihr euch vorstellen, wie fertig ich nach 2 Wochen aussah?
Aber gottseidank wechselten sich Tom und ich ab. Das gute Bircher Müsli und Apfel-Birne-Brei von Hipp (oder Alete?) mochte er sehr gern, hat sich das auch aus dem Kühlschrank selbst zu holen versucht.
Tagsüber, wenn ich gearbeitet habe (ich bin selbständig und kann zuhause arbeiten), trug ich ihn immer in meiner Fleece-Jacke wie ein Känguruh im Beutel mit mir rum, manchmal ist er unters Hemd auf die Haut gekrochen und hat dann selig geschlafen, Körperwärme ist einfach immer das Beste! Hin und wieder wollte er auch an meinen Speckröllchen knabbern, das zwickte ganz schön, aber böse konnte ich ihm nie sein, ich hab ihn ja wie ne echte Mama aufgezogen. Der Kleine hat uns ausser ein paar angefressenen Türstöcken und Möbeln nur Freude gemacht! Wir haben abends immer unsere Spielstunde gemacht, also Katzis rausgesperrt und dann die wilde Jagd übers Sofa und durchs ganze Haus. Er liess sich sehr gerne am Bauch krabbeln und nahm ein Bad im (sauberen) Katzenklo. Er ist gut gewachsen und hat auch sofort alles gekonnt, was ein Eichhorn können muss. Wir haben mit Sonnenblumenkernen angefangen und mit den Tannenzapfen konnte er dann auch gleich super umgehen. Er ist ein ganz prächtiger, gut genährter Eichkater mit glänzendem Fell geworden!
Das schwerste war dan die Auswilderung. Er ist nun mal ein Wildtier, und dass dieser Tag kommen würde haben wir beide gewusst, und doch war es mehr als schwer, viele Tränen flossen.
Wir haben für die ersten Tage extra ein Eichörnchenhaus konzipiert und anfertigen lassen, damit er erstmal ne Bleibe hat. Und Futterstelle sowieso. Die ersten Tage kam er auch noch auf den Arm, aber dann hat sich gottseidank das Wildtier in ihm durchgesetzt.
Wir füttern ihn und seine Kumpels natürlich den ganzen Winter durch und erst vor ca. 4 Wochen haben wir ihn wieder gesehen.
Wir sind überglücklich, daß wir das für ihn geschafft haben und er hat sicher schon viele kleine Hörnchen gezeugt!
Letztes Jahr sagte noch eine Nachbarbäuerin, daß sie noch nie so viele Eichhörnchen hier in der Gegend gesehen hätte... woran das wohl liegen mag?? Wir sind jetzt keine Öko-Aktivisten, wir sind aber der Überzeugung, daß wir Menschen die Verpflichtung haben der Natur den größtmöglichen Respekt entgegen zu bringen – wir leben von der Natur, sie braucht uns nicht!

01.05.2006
Übrigens, wir haben aus dem "Notfall Marktredwitz" am Donnerstag die kleine Katze "Bärtchen" geholt. Die hats jetzt supergut hier und lebt sich rasend schnell ein!. Sie schmust wie wild und schon am ersten Abend durfte Tom sie am Bauch kraulen! Am Freitagabend lag sie schon neben mir auf dem Sofa und wir haben ferngesehen und draussen Vögel beobachtet, kämmen durfte ich sie auch schon. Ist das nicht Wahnsinn?? Wir haben uns halt jetzt die ersten Tage unheimlich viel Zeit für sie genommen, alles andere blieb liegen, aber der Erfolg gibt uns Recht. Die Dame die die Katzen fütterte konnte das kaum glauben, sie nannte mich glatt eine "Katzenflüsterin" hihi. Bin ich auch stolz drauf! So, das waren die guten Nachrichten für heute.Debbie
Ich ertwarte noch viele gute Nachrichen von Debbie und Tom!
Nun sind die neue "Nachrichten" da.... zwei ganz, ganz süssen :
 | |  | | | | Luzia und Lasse | | ...und Lasse beim naschen! | | |
 |  | | | | | Luzia beobachtet spannend! | Lasse auch! | | | |
 |  | | | | | | Luzia weihnachtlich. | Lasse war schon als Baby sportlich! | | | | |
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